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"Demoversion" von einer Krimikurzgeschichte

Das Leben und Leiden des Gale Pamy

RS - Ich liebte dich


Sollte er das Gift nehmen? Oder nicht? Nur so konnte er genug Buchstaben von dem Entführer bekommen, um seinen Sohn zu retten. Er hatte keine Wahl. Als ob die Tortur mit den Glasscherben im Lüftungsschacht, das Labyrinth durch die Stromkabel, die Geisterfahrt auf dem Highway und die Opferung eines Fingers nicht schlimm genug gewesen waren! Den Mann hatte er nicht töten können. Aber sein eigenes Leben war er bereit zu geben, um das seines Sohnes zu retten. Er würde nicht noch ein Kind verlieren. Er schuldete seiner Exfrau, dass er zumindest einen seiner Söhne retten würde. Er trank das Gift. Schnell und in einem Zug. Er hatte nun eine Stunde zeit. Eine Stunde, um seinen Sohn zu finden.

„Gale! Frühstück!“, schrie Gales Mutter aus der Küche. Er speicherte das Spiel und schaltete den PC aus. Immer musste sie im falschen Moment stören. Aber er hatte die ganze Nacht gespielt. Gleich müsste er zur Uni. Es war also nur fair, dass seine Mutter ihn daran erinnerte.


„Junge, platz da!“, brüllte Stephan König den dicken Typen vor ihm an. Er war in der Leibniz Uni, an der er Sport studierte. Mit seinem Astralkörper stolzierte er an ihm vorbei. Mit seinen dunklen Augen visierte er eine Frau an, die allein an einer Wand lehnte und ein Buch las. Was für ein heißes Teil haben wir denn hier? Er schlenderte zu ihr herüber und lehnte sich seitlich gegen die Wand. „Hi!“, sagte er mit einer verführerischen Note. Sie sah auf, guckte ihm in die Augen und blickte zurück auf ihr Buch. „Kann das so viel interessanter sein als ich?“ Zu seiner Überraschung nickte sie.Wütend ging er weg. Verlorene Seele! Schimpfte er und stellte dem nächst besten Idioten ein Bein, sodass dieser hin flog. Stephan lachte.


Luisa las gerade ihr Lieblingsbuch. Einen Teil der spannenden Fantasy Reihe Game of Thrones. Da hörte sie Stephan herum brüllen. Ätzend dieser Typ, hält sich für etwas besseres, weil er sportlich ist. Hat sonst aber nichts im Kopf! Da spürte sie jemanden neben sich. „Hi!“, sagte eine männliche Stimme. Sie sah auf, ihm direkt in die dunklen begehrenden Augen. Na toll! Was will der denn von mir? Widerlicher Mistkerl, kommandiert alles und jeden herum und sieht Frauen nur als Spielzeug. Kann der nicht bei seinem Beuteschema bleiben? Seit wann steht der denn auf Brille? Sie wand ihren Blick wieder ihrem Buch zu. „Kann das so viel interessanter sein als ich?“, fragte er. Alles ist interessanter als er! Mit einem Augenrollen nickte sie. Energisch stieß er sich von der Wand ab. Zum Glück versucht er es nicht erneut!


Gale Pamy schlenderte nichtsahnend durch den Gang an der Uni, als er von hinten angebrüllt wurde. „Junge, platz da!“ Er sprang zur Seite. Er war so einen Ton gewöhnt. Viele hier gingen so mit ihm um. Da sah er eine Frau, die unauffällig an der Wand lehnte und ein Buch las. Er schob seine Brille nach oben. Leider hatte auch der andere Typ die Frau entdeckt. War ja klar. Aber die ist eh eine Nummer zu hoch für mich. Dieser gute Körperbau und die Schulterlangen blonden Haare. Gleich verschwindet sie mit diesem sportlichen Arsch in der nächsten Nische. Aber was ist das? Sie gibt ihm einen Korb? Ein Glück hat er den bekommen und nicht ich. Noch einen hätte ich nicht vertragen. Traurig grinsend ging er den Flur entlang, durch die Eingangshalle und hinein in das Treiben in Hannover. Er schlenderte zur Straßenbahnhaltestelle Universität, stieg in die 4 und fuhr nach Kröpcke. Dort nahm er die 2 zum Döhrener Turm. Aus den Kopfhörern in seinem Ohr schallte Madsen „Du schreibst Geschichte“ und in seiner Tasche warteten sein Laptop im Standby Modus und ein einfaches Aufnahmegerät darauf benutzt zu werden. Eines Tages würde er eine Firma für Computerspiele gründen und sammelte Ideen darauf, weil er keine Lust hatte alles per Stift und Zettel aufzuschreiben. Die Gefühle ließen sich so viel besser beschreiben.

Mit hängenden Schultern und wippendem Kopf stieg er aus der Straßenbahn und watschelte nach Hause in die Riepestraße. Schon im Treppenhaus roch er, dass seine Mutter wieder versucht hatte gesund zu kochen. Er schlich sich in die Wohnung, legte seine Tasche ab und ging mit dem Aufnahmegerät bewaffnet wieder nach draußen. Inspiration sammeln. Das wird eh nichts. Nachts geht es besser, aber ich will den Fraß von Ma nicht essen. Ich hole mir einfach einen Döner und sage ich habe in der Uni gegessen. Er setzte sich am Maschsee auf die Mauer und lies einfach die Beine baumeln. „Protagonist: Ein Mann, Ende 30, liebt seine Frau, sie wird entführt, er muss sie retten, sonst stirbt sie, schafft es nicht, will Rache.“ Während er auf sein Aufnahmegerät sprach, beobachtete er die riesigen Fische, die im See lebten.


Stephans Handy klingelte und kündigte eine Nachricht an. „Romina hat sturmfrei, Party Samstag Abend bei ihr. Kannst noch wen mitbringen“ Er sendete die SMS an alle Kontakte weiter. Das sollte eine super Fete werden. Mit seiner Hand fuhr er sich durch sein kurzes blondes Haar. Er zwinkerte einer jungen Frau zu, die ihm über den Weg lief, und gesellte sich zu seinen Kollegen. „Tom, ich glaube morgen Abend ist es soweit!“


„Romina hat sturmfrei, Party Samstag Abend bei ihr. Kannst noch wen mitbringen“ zeigte das Display von Gales Handy an. Der SMS nach hatte es mindestens einen Tag gedauert, bis sie bei ihm angekommen war. Das zeigte wiedereinmal deutlich seine Position in der Rangliste. Er hatte keine Ahnung, wo Romina Sapulet wohnte, tippte also schnell ihren Namen bei Facebook ein und fand es heraus. Zurück auf seiner Startseite starrte er sein Profilbild an. Er war „kräftig gebaut“, hatte langes, dunkles Haar, einen Drei-Tage bis Drei-Wochen-Bart. Wie immer trug er auch auf dem Bild ein schwarzes T-Shirt mit einem witzigen Spruch, der Eindeutig auf seine Leidenschaft anspielte. In diesem Fall war ein schwarzer Drache darauf und ein Schriftzug Fus Ro Dah. Er lächelte. Ja unerbittliche Macht! Das könne er gut gebrauchen. Leider hatte er die nur in der virtuellen Welt. Na ja zumindest am Ende. Gale sah auf die Uhr. 19:00 zeigte das Display an. In einer Stunde würde er sich zu der Party bequemen.


Sie kämmte ein letztes Mal ihre Haare. Sie kontrollierte ein letztes Mal ihr Make-up. Sie strich ein letztes Mal ihr pinkes Kleid glatt. Luisa hoffte heute einen Seelenverwandten kennen zu lernen. Die Wahrscheinlichkeit wurde mit jeder Party geringer, aber sie gab die Hoffnung nicht auf. Wenn selbst Idioten wie Stephan auf sie aufmerksam wurden. Sie schnappte sich ihren Schlüssel und ihre schwarze Handtasche mit den pinken Flamingos und verließ das Studentenwohnheim.


Gale stand vor dem Spiegel im Flur und starrte sein Gegenüber an. Okay so kann ich wirklich nicht zu Party gehen. Vielleicht sollte ich mich mal wieder rasieren. Er fuhr mit der Hand über seinen Bart. Und eine Dusche könnte meinen Haaren und mir auch nicht schaden. Warte, ist das ein Pickel? Ich dachte aus dem Alter wäre ich raus! So finde ich nie die passende Frau! Na ja die Brille macht eh alles kaputt! Vielleicht hätte ich eine Chance, wenn die Mädels voll genug sind, aber bis drei halte ich das auf keinen Fall aus. Da zocke ich lieber eine Runde „Skyrim“ oder „Heavy Rain“. Aber ich muss da hin, sonst sterbe ich einsam. Irgendwann brauche auch ich Connections. Wer weiß, was es da so für interessante Leute gibt? Wahrscheinlich hauptsächlich betrunkene, notgeile Idioten...Hoffentlich ist wenigstens das Essen gut! Er klopfte sich auf seinen zu groß geratenen Bauch, schob die Brille auf seiner Nase hoch und watschelte aus dem Flur ins Badezimmer, um sich doch noch zu rasieren und sich unter die Dusche zu stellen. Das T-Shirt mit einer grünen Röhre und dem Text Mamma Mia darauf wollte er gleich wieder anziehen, ließ es also auf dem Toilettendeckel liegen.


Die Musik war für Luisas Geschmack zu laut, die Luft zu stickig und zu viele Leute auf zu wenig Raum. Sie durchkämmte die springende Masse. Das kann man doch nicht tanzen nennen! Stephan und seine Gefolgsleute waren auch da. Auf deren Brust wippte eine silberne Kette mit einem eckigen „R“ als Anhänger. Seltsamer Modetrend, aber ich verstehe davon doch sowieso nichts. In der Küche angelangt wurde die Musik zumindest etwas leiser. Überall lagen Bierdosen herum. Einige von ihnen nicht einmal leer. Sie verabscheute den Gestank von Alkohol. Am Fenster lehnte ein junger Mann. Etwas kräftiger und mit einem schwarzen T-Shirt mit lustiger zweideutiger Anspielung. Er wippte unbeholfen mit dem Kopf. Den habe ich doch irgendwo schon einmal gesehen...Leidet er nicht immer unter Stephan? „Ich mag dein Shirt!“, sagte sie zu ihm.


Stephan und seine Freunde sprangen im Takt auf und nieder. Einige der Frauen konnten echt sexy ihre Hüften kreisen lassen. Da fiel ihm ein pinker Fleck in der Masse auf. Er kniff die Augen zusammen. In seinem Zustand war es ohnehin schwer alles klar zu erkennen. Die Stimmung war einfach der Hammer. Gelungene Party Romina! Ah ja das ist sie! Wusste, dass sie kommen wird. Dieses Mal wird sie nicht nein sagen können! Dieses Mal wird sie gar nichts sagen können! Er klopfte Tom auf die Schulter und brüllte ihm ins Ohr: „Da die im pinken Kleid! Das ist das verlorene Mädchen!“


„Ich mag dein Shirt!“, sagte eine liebliche Stimme. Gale sah auf. Verlegen grinste er. Scheiße, ich glaube ich spinne! Das ist doch die Süße aus dem Gang mit dem Buch! Das ist nicht meine Liga! Ganz und gar nicht meine Liga! Und sie findet auch noch mein Shirt gut? Oh nein, ich fange schon das Pfeifen an. In seiner Panik pfiff er immer beim einatmen. Er verfluchte sich dafür Angst vor Beziehungen oder viel mehr deren Ende zu haben. Hoffentlich ist die Musik laut genug! „Danke! Ähm... Hey, hast du nicht letztens Game of Thrones in der Uni gelesen? Super Story, manchmal ein bisschen zu viel Intimität, aber ansonsten super!“, stammelte er ungeschickt. „Ja finde ich auch! Willst du tanzen? Zum Reden ist es zu laut!“ Ihm klappte der Mund auf. Es dauerte einen Moment, bis er es bemerkte und antwortete erst zu spät, um eine peinliche Situation zu verhindern: „Ja!“ Ich habe gerade mehr Glück als Verstand! Das Pfeifen wurde lauter. Dann nahm sie seine Hand und zog ihn aus der Küche ins Wohnzimmer und begann zu tanzen. Gale war mit der Situation überfordert. Vorsichtig bewegte auch er sich zur Musik. Das Pfeifen beim Atmen lies langsam nach. Nach drei oder vier Songs, die eigentlich überhaupt nicht seine Musik waren, beugte sie sich zu ihm rüber. Schlagartig war das Pfeifen wieder da. „Ich geh mir kurz die Nase pudern! Bin gleich wieder da!“ Sie zwinkerte mit dem rechten Auge und verschwand in der Masse. Ich hätte nicht gedacht, dass verlieben so schnell geht!


Stephan hatte sie nicht aus den Augen gelassen, seit sie aus der Küche wieder gekommen war. Warum mit diesem fetten Loser? Was findet sie an dem Kerl? Was hat er, was ich nicht habe? Abgesehen von Übergewicht? Ich verstehe die verlorenen Mädchen nicht! Wir müssen sie von diesen Fehlleitungen erlösen! Sie ging in Richtung Badezimmer. Er nickte Tom zu. In einer halben Stunde würde sie ihm gehören. Das wusste er. Er und Tom hatten den traditionellen Weg geplant. Stephan strich über seinen Anhänger und verließ die Wohnung, während Tom sich in Richtung Bad bewegte.


Als die Frau im Flur verschwunden war, drehte sich eine Rothaarige um. „Hast du die mit hierher eingeladen? Ich will diese Schlampe hier nicht haben! Macht einen auf unnahbar und schnappt sich dann einen Idioten wie dich?! Bring sie hier raus!“ Romina warf ihre Haare nach hinten. „Ich weiß nicht mal, wie sie heißt! Und ich weiß nicht, was dein Problem ist! Ich hab sie in der Küche zum ersten Mal getroffen!“, flunkerte er. Das Pfeifen wurde heftiger. Zum Glück war die Musik so ohrenbetäubend, dass sie es nicht hören konnte. Frauen sind wie Tiere, sie spüren, wenn man Angst hat! Bleib cool, man! „Wie du weißt nicht wer Luisa ist? Dann gebe ich dir einen gut gemeinten Rat, Nerd! Sie spielt mit den Gefühlen anderer. Sie hat den armen kleinen heißen Stephan eiskalt abserviert. Er hat sie total romantisch nach einem Date gefragt und sie hat ihn ausgelacht! Hat er mir erzählt! Also halte dich fern von ihr! So: Ich habe schon viel zu viele Worte mit einem Loser geredet, nachher steckt das noch an!“ Mit geweiteten Pupillen huschte ihr Blick durch den Raum. Wahrscheinlich sucht sie nach ihrem ach so geliebten Stephan. Soll sie doch zu ihm gehen, diesem Lügner! Luisa heißt sie also. Schöner Name! Er tanzte weiter.


Luisa saß auf einem Stuhl, als sie zu sich kam. Sie konnte sich an kaum was erinnern. Sie wollte wieder zu dem knuddeligen Mann, mit dem sie getanzt hatte, aber irgendwer hatte ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein langer dünner jemand, glaubte sie. Es war kalt und dunkel. Sie war draußen! Wie war sie dort hin gekommen? Luisa wollte sich den Kopf reiben, aber sie war gefesselt. Ein Stück Stoff trocknete ihren Mund aus. Sie bekam Angst. Was geht hier ab? Scheiße, ich will hier weg! Wäre ich doch nie auf die Party gegangen! Hilfe! HILFE! Sie hatte zu viel Angst, als das sie hätte schreien können. Mehrere dunkle Gestalten standen um sie herum. Eine drehte sich zu ihr um. Sie ging auf Luisa zu. Etwas glänzte im Licht des Mondes. Jemand packte sie von hinten am Mund, sodass nun jeglicher Versuch zu schreien umsonst gewesen wäre. Die Hand wirkte Druck aus, sodass sie gezwungen war in den Himmel zu schauen. Stille Tränen rannen über ihr Gesicht. Ihr wurde die Nase zugedrückt. Jetzt ist es vorbei! Alles zu Ende. Ich kann nicht fassen, dass es so zu Ende geht. Mama, Papa, ich liebe euch! Ich glaube der Typ heute wäre der Richtige gewesen! Aber jetzt werde ich es nie herausfinden. Ich kenne nicht einmal seinen Namen! Ein Schmerz auf ihrer Brust riss sie aus ihren Gedanken. Eine Kirchturmglocke schlug: 12... 11... 10... 9... 8... 7... 6... 5... 4... 3... 2... 1...


Es war schon 00:00. Seit einer Stunde war Luisa verschwunden. Es hatte keinen Sinn mehr. Sie hatte ihn sitzen gelassen. War ja klar. Das ich wirklich geglaubt hatte, sie würde wieder kommen! Niedergeschlagen schlurfte er durch die Wohnung. Es hatte keinen Sinn mehr hier zu bleiben. Seine Augen suchten ein letztes Mal die Menge nach dem pinken Kleid und der lustigen Tasche ab. Aber es war nirgends zu sehen. Sie ist nirgends zu sehen? Vielleicht hat sie die Party unfreiwillig verlassen? Er stürmte aus dem Haus. Mit suchenden Blicken sah er sich um. Die Marienstraße wirkte wie leer gefegt. Er rief ihren Namen und rannte in Richtung Maschsee. Er zog sein Aufnahmegerät aus seiner Hosentasche. „Eine Verfolgung in der Nacht. Die Straßen sind dunkel und leer. Spärlich beleuchtet. Ein heller Lichtpegel wechselt sich mit der Dunkelheit ab. Luisa? Luisa? Wo bist du? Alle Autos stehen. Nichts regt sich. Nur der eigene Atem ist zu hören. Schritte hinter dem Protagonisten! Luisa? Flaches Atmen... kühler Wind… Scheiße das ist nicht zu programmieren, egal! Das Platschen der Füße auf dem Asphalt. Sirenen im Hintergrund... Luisa? Wo bist du? Scheiße man! Sie kann überall sein!“

Völlig außer Atem kam er am See an. Das Wasser plätscherte beruhigend. Nein ihr ist bestimmt nichts passiert. Ich frage sie Montag in der Uni einfach, wenn ich sie sehe. Oder vielleicht auch nicht! Mal sehen. Er setzte sich wieder auf die kalte Mauer und ließ die Beine Baumeln. Schwarze Schatten schwammen unter ihm. Er schaute in Richtung der Säule im Westen. Eine kleine Gruppe schwarzer Gestalten lief dort herum. Er sah auf die Uhr. 00:30 Wenn ich mich beeile bin ich in 20 bis 30 Minuten zu Hause. Dann schaffe ich es vielleicht bis um 1:30 ins Bett.


Stephan ging zurück auf die Party. Es hätte besser laufen können. Hätte sie von Anfang an eingewilligt, müsste er sie nicht erlösen. Es kann doch nicht sein, dass ein so heißes Mädchen ein verlorenes ist. Das arme hübsche Ding. Was eine Verschwendung! Er stieß die Tür auf. Eine betrunkene Romina stolperte ihm entgegen. „Hi Hübscher! Lust auf einen Blow-Job?“ Sie kicherte und strich mit der Hand seine Brust hinunter zur Hose und begann daran herumzudoktoren. Er zog sie näher an seinen Körper und aus der Sichtweite der anderen Partygäste.


Gale starrte seine Zimmerdecke an. Was, wenn doch etwas passiert war? Sie wirkte auf mich nicht wie eine, die einen ohne Begründung sitzen lässt. Andererseits kennt Romina sie. Zumindest wusste sie, wie sie heißt. Er drehte sich auf die Seite. Luisa hat schließlich auch Stephan abblitzen lassen, wenn auch anders, als Romina es mir erzählt hat. Ich habe es ja miterlebt. Vielleicht hat er sie aber auch ein zweites Mal angemacht. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass er so dämlich ist. Er seufzte. Das hat doch alles keinen Sinn. Sie hat mich sitzen lassen und ich muss damit klar kommen. Ich habe sie genauso vergrault, wie meinen Vater. Ich habe ein Talent dafür die Menschen zu vertreiben, die mir etwas bedeuten. Über all die Grübeleien musste er eingeschlafen sein, denn er sah ständig Stephans Gesicht vor sich, wie er sich zu einem blonden Mädchen beugte und sie küsste, sie drückte und dann zerdrückte er sie und die Blondine löste sich in Luft auf. Stephan lachte und wandte sich zur nächsten Frau um.

Ich halte das nicht mehr aus! Mit diesem Gedanken wurde Gale wach. Er sah auf seinen Wecker. 05:58. Er stöhnte und ließ sich zurück auf sein Kissen fallen. Er brauchte jetzt Luft. Ganz dringend. Was hat Luisa mir angetan? Normal würde ich jetzt vor den PC sitzten und „Heavy Rain“ spielen, aber nein, ich braue jetzt Luft! Er atmete noch einmal tief ein und aus und setzte sich dann auf.

Etwa zwanzig Minuten später watschelte er die Riepestraße herunter, überquerte das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer und war wieder am Maschsee. Dieser Ort zog ihn scheinbar in den letzten Tagen magisch an. Gedankenversunken starrte er auf das Wasser. Es war noch nichts los. Natürlich, es war Sonntag Morgen um 6, wer ist da schon wach? Gegen sieben hatte er die Säule erreicht. Er wollte gerade umdrehen, da sah er eine Frau, die dort lag. Ihre Füße im Wasser und mit dem Gesicht nach unten. Sie trug ein pinkes Kleid, wie Luisa. Sie hatte blonde Haare, wie Luisa. Sie war zierlich gebaut, wie Luisa. Gale rutschte das Herz in die Hose. Langsam ging er auf sie zu. „Luisa?“ Keine Reaktion. Er kniete sich nieder. Berührte sie an der Schulter. „Luisa?“ Keine Reaktion. Er rüttelte an ihr. Keine Reaktion. Scheiße! An der Schulter und Knie drehte er sie herum. Sie war steif wie ein Brett. Als Gale die Frau auf den Rücken gedreht hatte, bestand kein Zweifel mehr. Es war die Frau, in die er sich verliebt hatte. Er starrte den leblosen Körper an. Blaue Flecken im Gesicht, an den Beinen und im Ausschnitt. Sie war kalt und tot. Sie war Tot!

Gale war wie gelähmt. Er konnte es nicht fassen. Als er seinen Blick von ihrem hübschen Gesicht losreißen konnte, bemerkte er etwas anderes. Was ist das? Hat da jemand etwas in ihren Ausschnitt geritzt? „RS“ leuchteten die roten Buchstaben im Kontrast zu ihrer nun weißen Haut. RS? Romina Sapulet?Naheliegend...Mit zitternden Händen zog er sein Handy hervor. Er wählte die Nummer der Polizei. Er sagte mit brüchiger Stimme, wo er war und wer da vor ihm lag und vor allem wie. Er zitterte vor Wut, vor Trauer und weil ihm auf einmal fröstelte.

Nach einer halben Stunde traf die Polizei ein. Gale hatte sich nicht vom Fleck gerührt. Er wurde in eine Decke gehüllt. Sie stellten ihm Fragen, wann er sie gefunden hatte, was er getan hatte, ob er sie kannte und wie lange...Er antwortete in Einwortsätzen: „Gegen sieben...Sie umgedreht...Ja...gestern Abend!...Könnte Romina Sapulet heißen...“

Er wurde von der Polizei nach Hause gebracht. In seinem Zimmer saß er zuerst still da, wippte ein wenig hin und her. Doch dann setzte er sich an den PC und spielte „Heavy Rain“ weiter.

Er rettete seinen Sohn, starb nicht am Gift, kam mit der Journalistin zusammen und es gab ein Happy End. Gale brach in Tränen aus.


Stephan wachte in einem fremden Bett auf. Er hatte nichts mehr an. Seine Sachen lagen um das Bett verteilt. Sein Schädel brummte. Fuck, habe ich einen Kater. Es klingelte an der Tür. Neben ihm regte sich etwas oder viel mehr jemand. Die nackte Romina rieb sich den Kopf. Es klingelte noch einmal. Sie stieg aus dem Bett, warf sich einen Morgenmantel über und verließ den Raum. Stephan bekam nur Wortfetzen mit: „... Informationen bekommen... Luisa Beyer... tot am See aufgefunden... Party...Gale Pamy“ Stephans Herz hämmerte. Das kann nicht sein, das darf nicht sein! Warum er?Ich hätte sie finden müssen! Sie war mein!


Am nächsten Morgen sprach Gale alle Leute in der Uni an. „Hi, du warst doch Samstag auch auf der Party, oder? Hast du zufällig gesehen, wer mit Luisa gegangen ist?“ Er erntete vor allem Kopfschütteln und Schulterzucken. Ein schmaler, langer Typ, der eine seltsame Kette mit einem „R“ als Anhänger hatte meinte: „Ich dachte, ich hätte sie mit dir gesehen! Hat sie dich sitzen lassen?“ Dann lachte er. Eine Blondine mit langen dünnen Beinen kam dazu. „Was unterhältst du dich mit dem Loser, T-Bone?“ Damit war die Unterhaltung beendet. Gale schob seine Brille hoch Eine jüngere Studentin meinte gesehen zu haben, dass dieser T-Bone sie vor dem Bad angeflirtet hätte und sie gemeinsam die Party verlassen hätten. Eine andere Studentin sagte allerdings: „Nein. T-Bone hat eine feste Freundin, die ist auch blond. Kann sein, dass er mit ihr an einen ruhigeren Ort verschwunden ist.“ Erscheint mir logisch. Und wer weiß, ob die andere Studentin nicht zu dicht war, um Luisa noch klar zu erkennen.

Nach seiner letzten Vorlesung kam jemand ganz anderes auf ihn zugestürmt. Es klatschte und Gales Wange fühlte sich heiß an. „Ah!“, schrie er auf. Dann bemerkte er, wer ihm eine verpasst hatte. Romina. Sie fing an ihn anzukeifen: „Was fällt dir ein? Ich gebe dir noch den Tipp dich von Luisa fern zu halten und dann rennst du zur Polizei und schwärzt mich an? Als ob ich meine Party verlassen würde, um dieses Miststück umzulegen! Da habe ich wirklich besseres zu tun!“ Gale zuckte mit den Schultern. Scheinbar doch nicht so naheliegend. „Dachte du hättest dich an ihr rächen wollen, weil dein geliebter Stephan nicht bei ihr landen konnte und deswegen unglücklich war. Und da über ihre Brust RS geritzt worden war, vermutete ich, dass du es warst.“ „Tja, weil dieses miese Flittchen Stephan einen Korb gegeben hat, konnte ich jetzt bei ihm landen. Was schert es mich denn, ob sie tot ist? Ich habe den ganzen Abend auf den richtigen Moment gewartet und als er von draußen wieder rein kam, war es endlich soweit! Was interessiert mich jetzt noch das Miststück?“ Sie warf ihre Haare nach hinten und wollte gehen! „Warte, du meintest, als er von draußen wieder rein kam konntest du bei ihm landen! Wann war das?“, rief Gale ihr hinterher. „Scheiße man! Ich war betrunken! So um halb eins? Und jetzt hör auf mir dumme Fragen zu stellen du Nerd! Geh zurück an deinen PC. Der verlässt dich wenigstens nicht!“, damit ging sie endgültig weg. Er drückte mit seinem Finger auf den Steg der Brille und rückte sie zurecht. Um halb eins war ich am See und habe die dunklen Gestalten gesehen. Suche ich vielleicht eine ganze Gruppe? Dann wurde Luisa vielleicht von denen dort umgebracht. Oder aber erst später von wem anders? Ist sie überhaupt dort gestorben?

Als er so über den Flur lief, wurde er von hinten angebrüllt. „Platz da! Ich will da lang!“ Der schon wieder! „He, Stephan warte mal!“, rief Gale ihm zu. „Ich rede nicht mit Nerds!“, antwortete er. „Hast du gerade!“ Das war ihm so raus gerutscht. Stephan drehte sich langsam um. Gale fing das pfeifen an. „Hör mal, Schweinchen, wenn du noch einmal in so einem Ton mit mir redest, wirst du dein blaues Wunder erleben! Kapiert?“ Gale nickte. Heftig. Dabei stellte er fest, dass auch Stephan diese Kette trug. „Ich...Ich wollte nur...nur wissen, warum du...zwischen durch draußen warst...auf der Party...am Samstag...bei Romina!?“, brachte er raus. Stephan griff an Gales Kragen. „Das interessiert dich einen Scheiß! Und wenn du irgendwas andeuten willst. Denkst du wirklich ich würde so einem heißen Teil wie Luisa was antun? Diesem verlorenen Mädchen? Dass sie sich mit dir abgibt, obwohl sie mich haben könnte! Ich weiß von dem Mord! Meine Freundin wurde gestern morgen wegen dir verhört und ich gleich mit. Also halt die Schnauze! Und überlass' das Ermitteln den unfähigen Bullen, die werden dafür bezahlt!“

Stephan ließ ihn los und verschwand. Gale fuhr nach Hause. Die Polizei! Ntürlich! Ich werde gleich mal da anrufen. Das tat er auch. „Hallo hier ist Gale Pamy, ich habe die Frau am Maschsee gefunden. Und na ja wir, wir hatten uns so gut verstanden und mich macht es völlig fertig, dass da jetzt nie was draus werden kann. Ich, ich wollte nur wissen, ob Sie vielleicht schon was genaueres wissen. Wann oder woran sie gestorben ist!?“ Sie ist also erstickt worden!? Erst wurde ihr in die Brust geritzt? Und man hat die Blutung gestoppt? Und dann wurde sie erstickt? Das macht keinen Sinn. Oder? „Oh, ach so, vielen Dank. Bitte sagen Sie mir, wenn Sie mehr heraus gefunden haben? … Ja?... Danke? Tschüss!“ Also man hat ihr die Buchstaben in die Brust geritzt, ihre Blutung gestoppt, sie dann erstickt, und dann dafür gesorgt, dass sie am Maschsee gefunden wird. Egal, ob sie dort jetzt gestorben ist oder nicht. Und der Todeszeitpunkt soll so zwischen 23:00 und 02:00 liegen. Das heißt die schwarzen Gestalten müssen was damit zu tun haben.

Er setzte sich an den PC und tippte bei Facebook Luisas Namen ein. Zum Glück hatte sie alle ihre Angaben öffentlich. Aber nichts von ihren Hobbys und Interessen lies auf Feinde schließen. Ganz im Gegenteil. Sie war sportlich und half bei diversen Marathons mit. Und sie arbeitete neben dem Studium von Sozialwissenschaften auch noch irgendwie im Altersheim. Da gab Facebook einen Ton von sich und kündete eine neue Nachricht an. The Roolerz stand auf dem blauen Feld, in der normalerweise der Name stand.

pamy, lass die fragerei! das gefällt uns nich! bleib lieber bei deinen games und nerv die menschen nich mit deiner anwesenheit. the roolerz“, stand da. Was sollte das denn jetzt? RS vielleicht für Roolerz? Aber wofür das S? Sadismus? Diese feige Bande macht mir keine Angst! Ich habe schon den Tot bekämpft - wenn auch nicht in der Realität. Aber ich will wissen, wer mich meiner ersten Freundin beraubt hat! Ich lasse mich nicht von denen Abhalten! Vielleicht schaffe ich mich in deren Account zu hacken? Wie ging das nochmal? Gale drehte sich zu seinem Regal um, in dem haufenweise Bücher über HTML-Codes, Programmiersprachen und Datenbanken standen. Alles, was irgendeinen Hinweis über technische Prozesse hatte, wurde in dem Regal gesammelt und eingeordnet.


Stephan schob seine rechte Hand in Rominas Hosentasche! „Ich habe was für dich! Wir müssen dafür nur wohin!“ Die Frau kicherte.

Bei der Aegedienkirche angekommen zog er sie in den ehemaligen Glockenturm. An der alten Glocke hing die Tasche, die er seiner Freundin vermachen wollte. Er hatte sie hier gelassen, weil er nicht mit einer Handtasche an der Uni gesehen werden wollte. Außerdem hat der Ort etwas eigenes. „Oh! Die ist ja hübsch! Wo hast du die denn her?“, fragte Romina und riss die Tasche an sich. „Hab sie bei 'ner Anderen gesehen und dachte, sie würde dir gefallen!“ Vor Freude kreischte sie. Es ist so heiß, wenn Frauen das tun.Vor allem, wenn ich der Grund dafür bin. Er ging auf sie zu und drückte sie an sich. Küsste sie, spürte ihre Brust an seinem Oberkörper. Sie schob ihn weg. Wie kann sie es wagen? „Kannst du ein Foto machen? Ich will, dass alle meine Freunde sehen können, was für einen tollen Freund ich habe!?“ „Na gut!“, murmelte er und schoss mit ihrem Handy ein Foto, das sie sofort hoch lud. Dann ging sie zurück zu ihm und streichelte mit ihren Händen über seinen Oberkörper. Schon besser!


Gale sah, dass Romina ein Bild gepostet hatte. 16:47 mit Stephan König – hier: Aegedienkirche. Sie machte einen Kussmund und hielt die linke Hand vor das Kinn. Die Rechte hielt eine schwarze Handtasche mit pinken Flecken darauf fest. Dann machte er sich an die Arbeit.

Gegen 21:00 hatte er es geschafft. Er war drin. Er konnte nicht fassen, dass er es geschafft hatte, aber nun musste er schnell sein. Ein Chatverlauf. Gruppenchat. Mit Stephen King, Vol de Mort, Clyde Chestnut, Franken Stein und Das Phantom. Okay, das ist strange! Was steht da?


Stephen King:

Habe nach langem wieder eine verlorene Frau entdeckt!

Vol de Mort:

Wer ist es?

Stephen King:

Weiß ihren Namen nicht! Müssen das Ritual erst so planen!

Franken Stein:

Gewohnte Zeit? Gewohnter Ort?

Das Phantom:

Alter was geht? Das wird zu auffällig, auch wenn die letzte Erlösung schon ein Jahr vergangen ist!


Was ist das für eine kranke Sekte? Die letzte Erlösung? Wie viele haben die denn schon auf dem Gewissen? Gale fing wieder das Pfeifen an. Schob sich die Brille hoch und las weiter.


Vol de Mort:

Heute Abend ist es soweit! Aegdienkirche! Clyde bring dein Messer mit! Stephen hat gesprochen!

Stephen King:

Und denkt an die Roben und Runen!


Dann tauchte auf einmal eine neue Message auf. Gale bekam schiss, hatte man ihn entdeckt?


Stephen King:

Heute um zwölf Reinigung! Alle Mann in Robe! Gemeinsames verbrennen!


Scheiße wollen die jetzt Selbstmord begehen? Ich muss da hin! Gale loggte sich aus und schnappte sich Handy und Aufnahmegerät. Er musste vor den Anderen da sein! Dann hätte er die Möglichkeit sich zu verstecken. Um zehn war er da. Die Sonne war gerade unter gegangen. Es war aber immer noch warm genug, dass er in seinem T-Shirt herumlaufen konnte. Da er nicht wusste, wo sie die Reinigung durchführen wollten, versteckte er sich hinter dem großen Stein mit dem Kreuz darauf. Das die ein Mahnmal für Frieden für so etwas missbrauchen. Ich wette hier haben sie auch Luisa erstickt! Um elf sah er die erste in schwarz gehüllte Person die Kirche betreten. Sie hatte einen Metalleimer dabei und stellte sie auf den weißen Streifen, der die Schatten- von der Sonnenseite trennte. Im Mondschein blitzte immer wieder etwas auf seiner Brust auf. Es war silbern. Mehr konnte Gale nicht erkennen. Er holte sein Handy aus der Tasche und schaltete in den Aufnahmemodus. Sollte etwas passieren, wollte er Beweise haben. Sein Atem begann Geräusche zu machen, als eine zweite schwarze Gestalt den Hof betrat. „Hi! Alles klar?“ Diese Stimme kannte er von irgendwo her. „Ja. Alle Vorbereitungen sind getroffen. Eigentlich kann es losgehen!“ diese Stimme kannte Gale auf jeden Fall. Nur die Art zu reden irritierte ihn. Im Hintergrund hörte er Autos vorbeifahren und Vögel Geschichten erzählen. Es waren nicht viele. Aber es waren welche da. Vereinzelt liefen Menschen vorbei, die miteinander redeten. Die zwei männlichen Gestalten fuchtelten mit Strichhölzern herum und warfen sie in den Eimer. Nach einer Weile loderte darin ein Feuer und warf große Schatten an die Wände. Zwei weitere Personen waren gekommen. „Nun sind wir fast vollständig. Dann kann die Reinigung endlich starten. Das Böse soll dann weichen!“ sagte die vertraute Stimme. Und da kam auch schon die fünfte Gestalt. Da waren sie alle versammelt: Stephen King, Vol de Mort, Clyde Chestnut, Franken Stein und Das Phantom.

Die bekannte Stimme trat ans Feuer und begann: „Da wir nun alle versammelt sind, können wir mit der Reinigungs-Zeremonie beginnen. Sprecht mir nach: Wissend um die Verschwendung solch hübschen Blutes, mussten wir die traurige Erlösen!“ Die anderen Vier sprachen ihm nach:“Wissend um die Verschwendung solch hübschen Blutes, mussten wir die traurige Erlösen!“ „Wir schwören dabei feierlich:“ Gale begann zu pfeifen. „Die verlorene Seele Pfeif musste nicht mehr leiden Pfeif als ihre Genossinnen. Pfeif Wir haben sie traditionell Pfeif von ihren Fehlentscheidungen Pfeif befreit und die Buchstaben Pfeif des Seelenempfängers vermerkt! Pfeif Sie ist nun frei Pfeif und wir waren voller Pfeif guter Absicht!“ Als auch der Chor zu Ende gesprochen hatte zog der Sprecher seine Robe aus. Pfeif Alle Vögel waren verstummt. Pfeif Keine Menschenseele war mehr unterwegs. Pfeif Kein Auto fuhr mehr. Stille. Pfeif Da stand er nun. Pfeif Der Täter. Pfeif Stephan König. Pfeif „Die beschmutzte Robe! Pfeif Weil wir heiß sind!“ Er ließ die Robe in die Flammen fallen und stand nur noch in Jeans da. Pfeif „Tom?“ Pfeif Der zweite Mann zog seine Robe aus und warf sie in die Flammen Pfeif Es war T-Bone! Pfeif „Weil wir heiß sind!“ Pfeif „Stephan, hörst du das?“ Pfeif Stille. Pfeif Vollkommene Stille. Pfeif Sie drehten sich um. Pfeif Zu Gale. Pfeif Sahen ihn. Pfeif Er schaltete den Kamera-Modus aus. Pfeif Ergriff die Flucht Pfeif „Dieses scheiß Schwein! Haltet ihn auf!“, schrie Stephan. Fuck, fuck, fuck! Was mache ich jetzt? Polizei? Das dauert zu lange, egal! „Ja....Hallo!...Beweise...Mord...Maschsee...Hilfe!...Säule!“ Ob das einer verstanden hat? Scheiß drauf! Zum Maschsee! Er lief. Er rannte. Hinter ihm die Anderen. Er bekam keine Luft. Sport war nie seins. Links. Recht. Links. Rechts. Atmen! Atmen! Luft! Luft! Schritte. Kommen. Näher. Muss. Weg! Darf. Nicht. Anhalten! Muss. Schaffen. Wasser! Luft! Hilfe!

Langsam kam Gale voran. Die Verfolger hinter ihm. Sie holten auf. Gleich würde er da sein. Aber sie auch. Da war er. Der See. Gale stolperte. Fiel. Die Männer hinter ihm. Die Männer bei ihm. Die Männer neben ihm. Tritte. Kopf. Bauch. Rücken. Beine. Schritt. Kopf. Rücken. Kopf. Sirenen. Mit diesen Gedanken wurde Gale bewusstlos.

16.7.14 12:28
 
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