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Frau des Dracula

Kapitel III

Er unterbrach mich: >>Ich werde jetzt hier wohnen, um nah bei dir zu sein. Vampire dürfen erst mit Ehefrau bzw. Mann ausziehen oder, wenn die Eltern einen rauswerfen. Wie man wandelt erzähle ich dir noch nicht, aber es ist nicht wie in den Filmen durch einen Biss. Doch, ich werde warten und ich verlange nicht, das du Schluss machst, denn das ist ganz deine Entscheidung. Ja wir bekommen ganz normale Kinder. Nein, wir können uns nicht in Fledermäuse verwandeln nur fliegen, dann wachsen uns blitzschnell Flügel, die genauso schnell wieder verschwinden, alles per Gedankenkontrolle. Ja, wir arbeiten oben in dem verstecktem Ort, einige haben auch einen weiteren Job hier unten, deshalb sind auch viele Vampire so reich, weil oben einige Dinge im Verhältnis günstiger sind, aber die Meisten sind zu faul hierher zu fliegen. Und es leben vielleicht zehn Vampire in der ganzen Welt, jetzt elf. Zauberer wohnen eher auf der Erde und arbeiten oben, damit uns der Platz nicht ausgeht.<< Er lächelte. Wow, jeder würde bei diesem Lächeln dahin schmelzen....

Kurz dachte ich nach und fragte dann: >> Und was ist mit den Zähnen!?<< >>Vor vielen Jahrtausenden hatten wir welche, aber weil wir sie nie brauchten sind sie von Generation zu Generation kleiner geworden und mittlerweile nur noch übergroße Eckzähne.<< Ich könnte ihm ewig zuhören. Wenn er mich wandelt, könnte ich das tatsächlich.

Er zeigte sie mir. Sie waren echt nur minimal größer, als die anderer Menschen. >>Wo ist eure Welt eigentlich? Wolken lassen schließlich ihre Wassermengen ab und ziehen durch den Wind weiter!<<, fragte ich. Er meinte nur: >>Es ist knifflig zu unserer Welt zu gelangen, aber wir haben schließlich nicht umsonst die Fähigkeit megaschnell zu fliegen und so die Welt in wenigen Minuten zu umrunden. Wenn man Vampir oder Zauberer ist erkennt man die richtige Wolke ganz leicht und damit sie ihr Wasser nicht ablässt haben wir für eine Schutzhülle gesorgt, dass die Vegetation in ihr bleibt. Von hier unten sieht unsere Welt winzig aus, aber sie liegt so hoch, dass nur Raketen sie erreichen können. Da war dann das Problem, dass wir entdeckt werden könnten, aber wir - oder eher die Zauberer - haben dafür einen Zauber, der die Illusion einer normalen Wolke schafft, sollte etwas, das nicht zu uns gehört und nicht in Begleitung eines Vampirs oder Zauberers ist, in unsere Welt eindringen. Wir merken natürlich kaum was davon, man spürt die Rakete, wenn sie durch einen durchfliegt, aber das ist dann auch schon alles. Schon toll ,was Zauberer alles drauf haben, es mussten für diesen Zauber ein halbes Dutzend Zauberer ihre gesamte Kraft aufbringen, dass sie drei Monate nur schliefen.<< Er ergriff meine Hand ganz zärtlich und sah mir tief in die Augen. Seine blass blauen Augen fesselten mich. Sie hatten etwas magisches. Ich konnte Liebe in ihnen lesen! Sie machten mir ein komplett schlechtes Gewissen, dass ich mit Pete zusammen war und ich wegen Cornelius gelogen hatte, aber jetzt spürte ich ein komisches Kribbeln im Bauch. Oh es war so schön, aber irgendwie auch ekelhaft, weil es sich so falsch anfühlte. Ich musste mir ins Gedächtnis rufen, dass Pete mein Freund war und zog meine Hände aus seinem Griff. Es war ein seltsames Gefühl, dass ich nicht identifizieren konnte. Ich konnte in seinen Augen sehen, dass er gekränkt war und am liebsten hätte ich ihm meine Hand wieder gegeben, aber es ging nicht. Ich weiß nicht was es war, aber irgendetwas blockierte mich, was in dem Moment auch gut war. Dann, ohne dass ich es wollte, stand ich auf, nahm meine Tasche und verließ ihn. Ich ging nach Hause und hoch in mein Zimmer. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und schrieb in mein Tagebuch, das ich am ich nicht mehr klar denken konnte und nicht wusste, was mit mir los war. Endlich hatte ich alles, was ich mir nie hätte erträumen können: Einen Freund, einen gut aussehenden Verehrer, ein gutes Zeugnis. Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, dass etwas falsch war. Ich entschloss mich shoppen zu gehen und griff nach Handy, Handtasche und Porte de Monet und ging los.

Hier und da schaute ich durch die Kleider immer wieder probierte ich was an, fühlte mich nicht wohl darin und legte es enttäuscht zurück. Dann probierte ich ein lila Kleid mit schwarzen am Saum und Ausschnitt an. Es saß gut und ich fühlte mich wohl, also ging ich bezahlen. Als mich die Kassiererin ansah, sagte sie: >> Geh zu ihm hin und sag, was du fühlst. Rede darüber. Entweder versteht er es, oder er ist es nicht wert.<< >> Was meinen Sie???<< >>Schätzchen dienen Liebeskummer natürlich. Meine Tochter geht dann auch immer mit solch einem Gesichtsausdruck shoppen. Denk' über deine Gefühle nach und sag es ihm.<< Ich dachte über ihre Worte nach. Daraufhin beschloss ich wieder nach Hause zu gehen, meine Gefühle und Gedanken zu Papier zu bringen und nachzudenken, was ich denn nun wollte:


  • Pete oder doch Cornelius???

  • Einen Freund, obwohl einen Kumpel also einen Kumpel und einen Freund in einer Person!

  • Ich mag wie Cornelius mich berührt, aber ist ein Vamp und macht mir Angst Ich mag ihn trotzdem mehr als mir lieb ist

  • Pete ist Pete und wird immer Pete bleiben Er wird Fußball spielen und in meiner Klasse sein

Folglich möchte ich:

einen romantischen Freund

einen tollen Kumpel

Cornelius und Pete

mein Glück finden

und haufenweise Kleider! … vielleicht auch nicht ganz so viele


Am Wochenende gingen Cornelius und ich schwimmen. Was für ein Körper! Egal. Wir hatten viel Spaß und man konnte mit ihm über alles reden. So gut wie alles. Ich wusste noch nicht wie ich Pete erklären sollte, dass der Kerl, den ich als meinen Cousin bezeichnet hatte, ein fremder Typ ist und ich mich zwischen den Beiden hin und her gerissen fühlte...

Also rief ich Lissy an. >> Vielleicht nimmst du ihn in der Pause zur Seite und erklärst es ihm mit den Worten „Ich hab’ da ein Problem. Erinnerst du dich an meinen Cousin...<<

Am Montag stand ich dann vor Pete:>> ... na ja er ist nicht wirklich mein Cousin, sondern jemand den ich in den Ferien kennen gelernt habe und da wir sind eigentlich sehr gut ausgekommen. Und ich weiß nicht mehr, was ich jetzt für wen von euch empfinde und du bist ja mein erster richtiger Freund und deshalb ist das alles noch neu und verdreht mir den Kopf. Ich glaube es wäre besser, wenn ich weiterhin ein Single bleibe und über alles nachdenke. Ich bin für so viel Liebe nicht geschaffen.<< Er nickte nur beklommen. Es tat mir so unendlich Leid. Mir ging es danach schlecht. Ich fühlte mich total mies und musste ständig einen Blick zu Pete werfen. Er sah traurig aus, hatte aber anscheinend nicht geweint, wäre ja auch uncool vor seinen Freunden gewesen. Man es war ein schreckliches Gefühl. Ich wollte am liebsten heulen, aber irgendwie ging es nicht. Alles war normal. Ich war solo, konnte damit Leben, Lissy war mit Nick zusammen und alle waren Happy. Zu Hause setzte ich mich vor meinen Computer und lenkte mich ab. Danach ging es mir schon besser. Ich begann allmählich Jungs zu hassen. Natürlich nur im Übertragenen Sinne. Man kann nicht mit und ohne sie.

Meine Mutter klopfte an die Tür: >>Alles okay bei dir? Willst du reden?<< >>Nö, alles gut!<< Auf einmal hatte ich das dringende Bedürfnis raus zu gehen. Als ich aus der Haustür ging, umarmte mich die frische Sommerluft. Ich ging einfach planlos durch die Straßen, da traf ich Cornelius. >>Na was machst du denn hier ganz allein?<< >>Nachdenken!<< >>Und worüber?<<, fragte er mich. Ich antwortete, es sei nichts wichtiges. Manchmal wünschte ich mir mein Leben wäre so leicht, wie das eines Sims. Nur Hausaufgaben machen und in die Schule gehen für eine 1+, ein paar Fähigkeitenpunkte erreichen, um befördert zu werden und nur ein bisschen flirten und gleich heiraten können. Mann, dass wäre so leicht! Er wollte aber unbedingt wissen, was los ist. Ich versuchte abzuwinken und wegzugehen, doch Cornelius lief mir hinterher und sah mir direkt in die Augen: >>WAS IST LOS???<< >>Ach nur Mädchenprobleme!<< >>Sicher?!<<, hackte er nach. Ich guckte ihm direkt an und sagte fest >>JA!<< ich schob ihn an die Seite und ging an ihm vorbei. Ich lief direkt nach Hause.Warum konnten sie mich nicht einfach in Ruhe lassen? Jetzt kamen die Tränen der Trennung.

In meinem Zimmer schnappte ich mir meinen Block und einen Bleistift und brachte mit einer Landschaft meine Gefühle zum Ausdruck. Es war ein kahler Baum. Im Hintergrund ein Sturm und im Vordergrund eine kleine Blume mit ein ganz wenig Hoffnung auf Leben, aber dieser Funke beruhigte mich, als ob es etwas in meinem Leben gäbe, dass mir Halt und Hoffnung gewährte. Ich wusste ganz genau, das es jemand anderes war, als meine Mutter, denn es fühlte sich anders an. Schöner. Ich kann es einfach nicht beschreiben...

Einige Wochen ging ich in die Schule, aß, trank und traf mich mit Cornelius. Ich führte wieder ein ganz normales Leben. Die Abstände zwischen den Tagen, an denen ich ihn sah, wurden immer kleiner, bis wir uns dann täglich trafen. Ich kann mich noch genau an unseren einen Kinobesuch erinnern. Wir trafen uns eine Halbe Stunde vor Filmstart, damit wir rechtzeitig unser Popcorn hatten. Wir wollten >>Die Legende des Aahng<< den dritten Teil gucken. Ich fand es schade das es nur drei teile gab, aber das ist ja immer so. Die tollen Filme sind immer eine Trilogie! Egal, Cornelius ging Popcorn kaufen und ich holte unsere Karten. Wir taperten dann hoch zu Kino 4 und unterwegs erklärte ich ihm, worum es in den anderen Teilen ging.

Wir setzten uns auf unsere Plätze und als die Werbung begann legte er seinen Arm um mich. Ich spürte dieses ekelhafte und sogleich wunderbare Kribbeln im Bauch. Das Gefühl ließ mir Gänsehaut über den Rücken laufen. >>Frierst du?<<, seine Stimme klang im Dunklen gruselig, vielleicht lag das daran, dass ich wusste, das er ein Vampir war und ich diese klischeehaften Gedanken nicht aus dem Kopf bekam. >>Nein, nein, alles in Ordnung! Nur ein seltsames Gefühl, das mich plötzlich überkam.<<, gab ich zurück.

Die Vorhänge zogen wieder zu. In den nächsten fünf Minuten konnte ich ihn nicht ansehen, weil ich Angst hatte ihm in die Augen zu gucken. Ich war verliebt in ihn, aber wollte es weder mir noch ihm gestehen. Dann drehten sich die Lichter runter und die zweite Werbung begann. Ich spürte die Erleichterung, die sich in mir ausbreitete. Nun war es dunkel und ich konnte mich ohne Probleme auf den Film konzentrieren. Nach und nach vielen mir Szenen aus irgendwelchen Horrorfilmen ein, in denen der Vampir die Liebe vorspielt und dann in einer dunklen Ecke über seine Geliebte her fällt und ihr die Zähne in den Hals rammt. Dann wurde mein Körper steif, wie ein Brett und meine Gedanken waren: >> Er hat mir seine Eckzähne gezeigt, sie sind harmlos! Aber wenn es den Opfern nur mehr Schmerzen bereiten soll?! Nein er kann im Sonnenlicht laufen und liebt Knoblauch. Ergo: Er ist ein ganz „normaler Mensch“. Ich kann ihn nicht lieben er ist ein Vampir und ich eine Sterbliche!<< Mir lief eine Träne über die Wange. Kurz darauf hätte sie auf meine Schulter tropfen müssen, aber ich spürte sie nicht. Mir Fiel Cornelius ein. Er hatte dort seine Hand liegen. Vorsichtig sah ich zu ihm hinüber. Er blickte mich an und schaute mir voll in die Augen. Ich begann noch mehr vor mich hin zu weinen und spürte wie ein kleiner Bach meine Wange hinunter lief. Ich sah ihn immer noch an und er erwiderte den Blick. Dann drückte er gegen meine Schulter und nahm den anderen Arm hoch, um mich in den Arm zu nehmen. Die Umarmung war vorsichtig, aber mit voller Stärke und Wärme. Ich ließ mich voll und ganz mit seiner Zärtlichkeit trösten. Es fühlte sich seltsam an, als ob man wieder klein wäre und von seiner Mutter umarmt wird. >>Nein, diese Liebe kann nicht gespielt sein!<<, dachte ich. Ein kurzer, festerer Druck als Zeichen, das er mich nun losließ und dann sah er mir in die Augen. Dieser Blick, ich werde ihn nie vergessen. Voller Liebe, aber mit Neugier und einem großen Hauch Besorgnis. >> Alles okay???<< , hauchte er mir zu. >> Oder willst du raus?<< Ich schüttelte mit dem Kopf. Er war so lieb zu mir. Wir starrten uns immer noch an und plötzlich überkam es mich! Ich musste es tun! Ich wollte ihn küssen. Vorsichtig kam ich seinem Gesicht näher mit den Augen achtete ich immer wieder rasch auf seinen Mund, dass ich ihn ja nicht verfehlte. Kurz vor seinem Gesicht, bevor sich unsere Nasen berührten schloss ich die Augen. Ich öffnete ganz leicht meinen Mund und bereitete mich auf den Kuss und das zusammentreffen unserer Lippen vor, als ich eine Hand auf meinem Mund spürte. Langsam öffnete ich die Augen, um zu sehen, was los war.

Cornelius starrte mich verwirrt und entsetzt zugleich an. Es war seine Hand auf meinem Mund. Wieder füllten sich meine Augen mit Tränen. Doch dieses Mal waren es Wuttränen und die der Enttäuschung zugleich. Wieso? Wieso habe ich nur geglaubt er würde mich küssen? Er ist genau wie all die Anderen. Erst tun sie ein auf verliebt und dann das! Ich wusste es! Warum glaubte ich er sei anders? Er ist genau so wie sie! Aber nein Vivian, du musstest ja glauben, das Vampire sensiblere Wesen sind, nur weil er dich umarmt hat! Er ist doch auch nur ein Arsch!... Aber ich liebe ihn doch oder nicht?!... Nein er hat dich nicht verdient! Alles war verschwommen, aus meinem Mund kam ein ersticktes >>Warum?<< Mit einem Ruck wandte ich mich ab und weinte wieder. Er wollte mich in den Arm nehmen, aber ich drückte ihn weg. >>Ich will es dir erklären!<<, seine Stimme drang leise an mein Ohr. Wie oft war ich schon abgewiesen worden, um mir das anhören zu müssen?“

24.7.14 12:12
 
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